Himmelblau

Ein kontinuierlicher Strom von Photonen, am Ende einer Reise von definiert einer Astrononischen Einheit Länge. Die beschleunigten Teilchen und Wellen treffen auf Widerstand in Form von Atomen. Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, in beinahe beliebigen Kombinationen. Teilchen, Atome und Wellen kollidieren, wirken aufeinander, bremsen sich aus, verändern sich. Kurze Wellen werden verlängert. Aus Ultraviolett wird sichtbares, bläuliches Licht, rote Anteile verschieben sich ins Infrarot, emittieren als Wärmestrahlung.

Atmosphärisches, gasförmiges Wasser filtert die einfallende Strahlung. Schwächere, langwellige Strahlung wird zerstreut und gebremst, kurzwelliges Blau passiert. Genug Rot wird zu Wärmestrahlung. Sie fällt auf die ledrige Oberfläche einer organischen Sensorenplattform. Zahllose Nervenenden werden angeregt, elektrische Signale springen durch einen Organismus. Die Verlagerung von Ionen ist ein langsamer Prozess. Langsamer vermutlich, als das Licht vom ersten Kontakt mit der Atmosphäre bis zum Erreichen der Haut benötigt.

Dennoch ist es viel schneller als die Reaktion des Nervenzentrums. Ein chemischer Botenstoff wird ausgeschüttet und verteilt sich mit der Bewegung des Blutes im ganzen Körper. Endorphine erzeugen ihre unvermeidbaren Reaktionen. Die Photozellen in den optischen Sinnesorganen sind hinter den Lidern geschützt, nehmen dennoch viel Licht auf. Der Puls fährt herunter. Sonnenschein und ein strahlend blauer Himmel. Wie ein Sommer eben aussehen soll.

Himmelblau

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