Pflanzexperiment: Kartoffel

 

Es war irgendwann im Frühjahr vor zwei Jahren, als ich neugierig wurde, ob Gemüse aus dem Supermarkt noch fruchtbar ist. Ich hatte irgendwo in einer Randbemerkung einer Doku aufgeschnappt, dass Obst und Gemüse gerne durchgehend sterilisiert werden, um länger haltbar zu bleiben. Ich besorgte mir etwas Erde, einen Setzkasten und eine Paprika aus dem Supermarkt und eine schöne Nebenbeschäftigung war geboren. Seitdem steht immer wenigstens eine Pflanze irgendeiner Art auf meiner Fensterbank. Gemeinsam haben sie bisher hauptsächlich, dass sie alle essbar sind. Verschiedene Paprika, Tomate, Basilikum, Zwiebel, Thymian, Knoblauch, und alle haben sich unterschiedlich gut entwickelt. Die besten Ergebnisse haben die Paprika erzielt

Jetzt hatte ich diesen Spätsommer die Situation, dass ich eine Kartoffel im Küchenschrank gefunden habe, die bereits eifrig gekeimt hatte. Von meiner Erde war nur noch ein Rest im Sack übrig, also habe ich mich gefragt, ob ich nicht einfach den Sack nehmen könnte, die Kartoffel dort hinein setzen und das Ganze zu den Resten der sommerlichen Tomatenzucht auf die Fensterbank setzen könnte. Erde mit genügend Nährstoffen, Licht, Wasser und moderate Temperaturen. Theoretisch müsste das doch funktionieren, oder nicht?

Ich setzte die Kartoffel ein, goss gründlich aber nicht zu gründlich (immerhin wusste ich auch nicht, wie dicht denn der Sack selbst war und ich wollte mein Zimmer nicht fluten) und fuhr über das Wochenende weg. Als ich zurückkam wartete eine kleine Überraschung. Die Pflanze hatte kräftig Gas gegeben und reckte sich mutig dem Fenster entgegen. Für etwa sechs Wochen wuchs und gedieh sie zu einer soliden Pflanze heran. Ich muss gestehen, ich habe mich etwas mit dem Wasser verschätzt. Sie ist doch sparsamer damit, als ich es von den Tomaten oder Paprika her erwartet hätte.

Doch dann kam die etwas weniger schöne Überraschung. Statt zu blühen und vielleicht sogar Früchte auszubilden, zerfällt seit einigen Tagen einfach alles. Die Blätter werden schlapp, die Stängel fallen in sich zusammen und verlieren ihre Farbe. Ich hatte im Frühjahr ein Problem mit Trauermücken aber die bin ich recht nachhaltig los geworden und seitdem ist meine Fliegenfalle weitgehend leer. Ich schließe das als Fehlerquelle einfach mal aus. Was habe ich also falsch gemacht? Sollte es der Pflanze nicht eigentlich noch gut gehen? Wie frostempfindlich sind Kartoffeln überhaupt? Sie steht immerhin direkt am Fenster, gut möglich also, dass sie da etwas kalt geworden ist. Trotz warmer Füßchen.

Falls jemand eine Idee hat, ich würde mich über Hinweise freuen. Ich verstehe leider nicht viel davon.

Kartoffelexperiment das Ende?

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