Rezeptidee – Bratapfelkuchen

Heute gibt es mal etwas Ungewöhnlicheres denn ich glaube, ich habe noch nie ein Rezept auf diesem Blog gepostet. Ein Experiment, was die Küche als Spielplatz hatte, das schon, aber kein wirkliches Backrezept. Also, willkommen bei einer kleinen Premiere und die hat eine Vorgeschichte.

Es begab sich vor vielen Jahren, meine kleine Schwester besuchte noch die Grundschule und war, wie alle damals, Fan einer kleinen Maus. Die Diddel Maus hatte sich zum großen Marketingphänomen entwickelt und jeder machte mit. Natürlich die obligatorischen Notizblätter mit den Motiven, Federmäppchen, Plüschtiere, Briefpapier und sogar eine eigene Zeitschrift. Das „Käseblatt“ versorgte alle Fans der Springmaus mit allen brandheißen Informationen zum Maskottchen, Bastelanleitungen, einem eigenen kleinen Comic und vielem mehr. Eines Tages lag ein solches „Käseblatt“ aufgeschlagen bei uns auf dem Wohnzimmertisch und präsentierte „Galuppis Brataffelkuchen“. Ja, das muss wirklich so geschrieben werden denn natürlich ist im Diddel Daddel Käsekuchenland alles ein wenig anders (dieser seltsame Zwang, immer alles irgendwie ins Absurde abzuwandeln, nur um eine besser zu vermarktende Welt zu haben…). So gibt es dort halt die Lieblingsfrüchte des genreeigenen Ponys Galuppi. Affelfrüchte. Diese sind für das Rezept dringend notwendig, nur gibt es sie nicht außerhalb des Käsekuchenlandes. Wie praktisch nur, dass sie fast genau so wie handelsübliche Äpfel aussehen, riechen, schmecken und für das Rezept geeignet sind.

Dieses Rezept erschien beim ersten Durchlesen durchaus solide und so gaben wir ihm eine Chance. Es stellt sich raus, dass dieses Rezept tatsächlich einiges an Variationsmöglichkeiten bietet. Und, dass von der wirklich leckere Creme etwas mehr hätte angesetzt werden dürfen. Wenn man aber nach zwei oder drei Versuchen die für einen persönlich perfekte Zusammenstellung gefunden hat, dann kann dieser feine aber echt mächtige Kuchen durchaus zum Dauerbrenner werden.

Hier jetzt das Rezept, wie ich es einst aus der Zeitschrift abgeschrieben habe:

 

Für eine Springform:

250 g Mehl

250 g Zucker

750 g Sahne

150 g Butter

½ Päckchen Backpulver

1 Ei

1 Päckchen Vanillezucker

1 Tüte Vanillepudding

6 Äpfel

etwas Zimt und Zucker

 

Gebt das Mehl, die Hälfte des Zuckers, das Ei, die Butter und das Backpulver in eine Schüssel, verknetet die Masse zu einem Teig und stellt ihn für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank.

Nun den Boden und den Rand der Springform einfetten und den Backofen auf etwa 170 Grad vorheizen. Nach Ablauf der 30 Minuten den Boden und den Rand der Springform gleichmäßig mit Teig bedecken und festdrücken.

Die Äpfel schälen und mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse entfernen, so dass die Äpfel ganz bleiben. Jetzt die Äpfel auf den Boden der Springform legen. Nach Geschmack können die Äpfel auch mit Marzipan, Mandelsplittern oder Ähnlichem gefüllt werden. (und bei einer großen Form kann man die Äpfel auch in der Höhe halbieren, dann sind sie besser mit Pudding bedeckt.)

Die Sahne mit dem Puddingpulver, dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker anrühren, zum Kochen bringen und über die Äpfel gießen.

 

Den Kuchen bei 175 °C auf der untersten Schiene etwa 70 Minuten lang backen. Wer mag, kann nun den Kuchen mit etwas Zimt und Zucker bestreuen. Danach den Kuchen für etwa 24 Stunden kalt stellen.

Bratapfelkuchen

 

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3 Gedanken zu „Rezeptidee – Bratapfelkuchen

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