Pflanzexperiment: Milpa, Update 3.

20170828_200008

Der Herbst hat ganz klar Einzug gehalten im Beet, oder es war der Mehltau. Die Kürbisse haben sich jedenfalls ihrer Blätter weitgehend entledigt und bieten einen ganz neuen Blick auf die Pflanzen. Zugegeben, es sieht in der Tat etwas verwildert aus. Immerhin vier kleine Kürbisse kann ich zählen und es sieht so aus, als würden sie nicht wirklich größer werden. Die Sorte, Sweet Dumpling, soll zwar generell nicht sehr groß werden, diese Exemplare scheinen sich aber an meiner Faust als Größe orientieren zu wollen. Vielleicht sagt ihnen die Erde nur einfach nicht sehr zu. Mir ist bewusst, dass Kürbisse einen eher fruchtbaren Boden lieben und Exemplare auf kleinen Komposthaufen in anderen Beeten haben sich auch deutlich ergiebiger gezeigt. Einen Vorteil habe ich mit den sehr kleinen Kürbissen dann doch: Es ist wahrscheinlicher, dass sie auch im Beet bleiben und keine Beine bekommen. Geschmackstest folgt.
Die ersten Bohnen hängen in schrumpligen gelben Schoten herab, die Blätter verfärben sich von Grün zu Goldgelb. Von den Schoten hängt nur noch etwa die Hälfte. Ich habe mich an mein Ziel vom Anfang erinnert, wenigstens eine Ladung Saatgut fürs nächste Jahr zu ernten, und durchgezählt. Es war durchaus sicher, die Hälfte der Bohnen im grünen Zustand zu ernten und zu kochen. Immerhin waren sie fingerdick und sehr schmackhaft mit Kartoffeln. Das geerntete Saatgut reicht übrigens nicht nur für eine, sondern gleich für drei Beete dieses Formats. Der Fortbestand ist also gesichert und vielleicht gehen nächstes Jahr auch ein paar mehr Pflänzchen auf. Dieses Jahr waren es nur etwa 5 von 16.
Überall zwischen den Maisstängeln leuchten die kleinen gelben Punkten von den Tomaten, die sich überall breitgemacht haben. Hier und da sind es auch mal Rote, die auch etwas dicker sind, aber maximal das Format von Cherrytomaten. Die Gelben kommen zwar nur auf etwa zwei Zentimeter Durchmesser, sind aber trotzdem sehr lecker und auf jeden Fall reichlich, dafür, dass sie nicht einmal den Raum für sich selbst haben. Ein gutes Kilo habe ich sicherlich bereits ernten können und es ist immer noch etwas da.
Der Mais, optisches Highlight, weithin sichtbar und selbst in unserem bunten Garten ein kleiner Exot. Leider ist auch er nicht super ertragreich. Etwa einen Kolben pro Pflanze könnte ich ernten. Könnte, wenn da nicht die Sache mit den Zweibeinern wäre. Denn offenbar schmeckt der Futtermais auf den Feldern rund herum nicht gut genug, also stehe ich plötzlich vor meinem Beet und stelle fest, dass von den Maiskolben nicht mehr viele übrig sind. Einen hatte ich bereits vorher geerntet und probiert. Da waren die Körner noch so weich, dass ich sie einfach so frisch abnagen konnte und sie waren wirklich lecker. Grund genug also, die Restlichen so lange hängen zu lassen, bis sie reif sind und ich die Samen sammeln kann. Schade, dass meine Artgenossen mir das nicht gönnen wollen.
Das war voraussichtlich der letzte Zwischenbericht zu meinem kleinen Milpaprojekt. Aber keine Panik, ich möchte gerne noch ein paar Worte zum Abschluss schreiben, ein Fazit, wenn es dann so weit ist, dass ich alles abgeerntet habe und das Beet aufgeräumt ist. Aber eines kann ich glaube ich jetzt schon sagen. Nächstes Jahr soll es einen weiteren Versuch geben.

20170828_200032

5 Gedanken zu „Pflanzexperiment: Milpa, Update 3.

    1. dergrafvonborg Autor

      Ja, bei mir jedenfalls ist es immer so ein Kolben pro Pflanze, ich hab auf Feldern aber auch schon anderes gesehen. Aber bei mir sind nicht alle Pflanzen ganz gesund und mit dem Diebstahl sind auch die gesunden deutlich reduziert… aber ich bekomme, wie es aussieht, das Saatgut wieder raus und habe damit mein Ziel erreicht.

      Gefällt 1 Person

      Antwort
  1. rina.p

    Das ist ja wirklich ärgerlich, dass Zweibeiner sich über Deine Ernte hermachen. Aber so ist es leider. Aber immerhin,war das Experiment erfolgreich. Also werde ich das nächstes Jahr meinem Paps schenken.
    Danke für Deine Berichte

    Gefällt 1 Person

    Antwort
    1. dergrafvonborg Autor

      Ja, das hat mich tatsächlich ziemlich geärgert aber man kann nichts mehr dran ändern. Ich fand es aber wirklich schön, alles wachsen zu sehen. Der Mais macht wirklich was her und ist nicht alltäglich im heimischen Garten. Dein Paps dürfte sich also durchaus drüber freuen 🙂

      Gefällt mir

      Antwort
      1. rina.p

        Ja, leider kann man nicht ändern. Die Mischung landet auf jeden Fall bei ihm. Sein eigener Mais, da wird er ganz heiß sein. Kürbis hat er jedes Jahr aber Mais, da hast du Recht, das ist schon mal was außergewöhnliches. 😊😊

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s