Schlagwort-Archive: Smootie

StadtGartenSchau – Teil 10. – Smoothieworkshop

Ein langer Tag geht heute zu Ende. Er begann bereits vor einigen Wochen mit einem Missverständnis. Bei uns landete eine Anfrage, ob wir nicht einen Workshop mit Unterhaltungsprogramm gestalten und durchführen würden. Wir waren zwar nicht das Ziel der Anfrage und ich weiß auch nicht genau, was der Inhalt war, aber das immer hilfreiche und niemals müde Team der StadtGartenSchau sprang natürlich dennoch ein.

Und heute war es dann soweit, dass ein lokal ansässiges Unternehmen seine internationale Managerriege zu uns schickte um zu lernen, wie man Green Smoothies macht oder aus leeren Tetrapacks einen Blumentopf bastelt. Abgerundet wurde das ganze natürlich mit einer kurzen Führung über unsere Ausstellungsfläche. Es wäre mir lieb gewesen, wenn ich im Vorfeld eine Warnung bekommen hätte, dass ich ebenfalls einige Worte sagen sollte. Besonders, da die Gruppe international war und die Sprache entsprechend englisch war. Auch wenn ich die Sprache halbwegs gut beherrsche wäre es gut gewesen, sich bereits vorher einmal Gedanken machen zu können, was man denn sagen möchte. Angekündigt war mir, dass ich als moralische Unterstützung und Vertreter der Abteilung CampusGarten anwesend sein solle. Denn wie sonst soll sich meine Anwesenheit bei Smoothies erklären lassen?

Wir haben unseren Auftritt natürlich dennoch gemeistert. Unsere Gäste waren erstaunlich interessiert an allem, begutachteten das Blumenauto, den bepflanzten Einkaufswagen, Insektenhotel und essbaren Teich mit neugierigen Augen. Besonders die Palettenmöbel schienen eine gewisse Faszination auszulösen und den Bastler und Tüftler in den Besuchern zu kitzeln. Die ein oder andere Inspiration wird heute sicherlich den Weg in die Köpfe und mit auf den Heimweg gefunden haben.

Sowohl Smoothieworkshop und Bastelstunde wurden ebenfalls gut angenommen. Der ein oder andere Schreibtisch der Region ist also demnächst mit der eigenen kleinen Basilikumpflanze dekoriert, ideal um das Mittagessen noch etwas aufzuwerten. Und auch die trinkbaren Mahlzeiten sind offenkundig auf Gegenliebe gestoßen, auch wenn sie weder Steak noch Schnitzel beinhalteten. Dafür gab es frisch geernteten Salat und Spinat, gut verflüssigt mit Trauben, Äpfeln oder Zitrusfrüchten.

Und immer wieder zwischendurch und am Rand die neugierigen Fragen, was denn nun alles zur Gartenschau gehört, ob es alles nur die Wiesenflächen sind, was danach mit dem Gelände passiert, wo die 5.000 neuen Wohnungen denn alle entstehen sollen und immer wieder auch die leicht provozierend oder auch ungläubig gestellte Frage, ob da nicht mehr wäre als die riesigen Rasenflächen mit den einzelnen Blumenbeeten am Rand. Aber das darf man natürlich nicht an die große Glocke hängen, immerhin wollen wir ja Werbung machen, damit möglichst viele Besucher kommen und sich bei uns inspirieren lassen, ihren eigenen Garten ökologisch und klimatisch verträglich umzugestalten.

IMG-20180425-WA0006.jpeg

Präsentation von Smoothiezutaten und Herstellungsprozess. Damit ist dann übrigens auch unsere VHS-Hütte offiziell eingeweiht. Das war die erste Veranstaltung darin.

Randszene in der Managerriege vor dem essbaren Teich, inzwischen sogar mit Pflanzen: „Wir brauchen dich mal, wir haben da einen Antrag, den wir stellen möchten. Was hältst du davon, wenn wir unseren Chemieteich zu so etwas hier umbauen? Das wäre doch mal was, oder?“

Advertisements

Hörsaalgetuschel – Ausgabe 158.

Liebe Leser,

ich wünsche euch allen ein ruhiges und entspanntes Fest und hoffe, dass ihr die Tage gut genießen könnt. Und zu den Feiertagen gibt es dann auch noch einmal eine frische Ausgabe, diesmal über ein Thema, von dem ich kaum glauben konnte, dass es wirklich existiert. Die Welt dreht dennoch unbeeindruckt weiter ihre Kreise.

Smootiepartys

„Noch einmal eben zum Mitschreiben, damit ich sicher sein kann, dass ich mich nicht verhört habe. Ihr wollt wo hingehen?“

„Eine Smoothieparty. Ja, das heißt wirklich so. Nora hat das irgendwo ausgegraben und hat Elly und mich gefragt, ob wir mit kommen wollen.“

Flo und Kristina sahen Mia etwas fassungslos an. Kristina hatte sich auf Anraten einer Freundin einmal an Smoothies probiert, die darauf schwor, dass es den perfekten Hintern machen würde. Nach dem Ersten aber hatte Kristina sich als geheilt betrachtet und war auf einmal überhaupt nicht mehr so unglücklich mit ihrem Körper gewesen. Und nun wollte Mia auf eine Party, bei der sich alles nur um dieses fiese Zeug drehte?

„Das ist da in dem einen Laden in der Altstadt. Die veranstalten wohl einmal im Monat dieses Jahr eine Detox Party, und es gibt nur Smoothies. Aber dafür alle Arten und Sorten. Es soll echt immer ziemlich super sein und gut besucht.“

Das konnte doch unmöglich ernst gemeint sein. Nur Smoothies und das dann auch noch bei guter Stimmung? Es gab Kombinationen, die passten einfach nicht. Kristina kratzte sich auf eine Weise an der Stirn, von der Flo wusste, dass sie ein Indiz für eine geistige Entgleisung war.

„Gut, dann nehme ich bitte einen fermentierten Getreide-Hopfensmootie.“

„Du meinst Bier? Tut mir leid, aber Detox heißt, kein Alkohol. Es gibt echt nur Smoothies, auch keine Cola oder so. Aber der Mixer hat wohl ziemlich gute Rezepte mir Reismilch und der Kurkuma Smoothie soll richtig super sein.“

„Man kann wohl einige verrückte Sachen machen, aber offenbar bin ich nicht hip genug für diese Art der Abendgestaltung.“

Kristina zog die Beine an und schlang die Arme um die Knie. Es gab nicht viel, was ihr gerade weniger verlockend erschien und sie konnte Flos Dankbarkeit für diese Meinung in ihrem Rücken regelrecht fühlen. Es war das richtige Wetter für einen heißen Kakao, einen echten, mit echter Sahne. Oder wahlweise auch einen saftigen Burger. Reisdrinks mit Chiasamen und Bananen waren sicherlich das Letzte, was ihr in den Sinn kam. Mia hingegen zog eine Schnute.

„Muss man hip sein, um eine Party ohne Alkohol zu machen? Das wäre echt traurig.“

„Es geht nicht um den Alkohol. Es geht darum, dass ich noch nie einen leckeren Smootie gefunden habe. Da erscheint mir eine Party, wo es einfach keine brauchbare Alternative gibt, einfach nicht verlockend. Aber ich will dir auf keinen Fall den Spaß daran vermiesen. Tina und du könnt gerne dahin gehen und uns hinterher erzählen, ob es sich lohnt. Oder möchtest du das einmal testen und gleich mit hin, Schatz?“

Sie drehte sich kurz zu Flo um, brauchte ihm nicht einmal in die Augen zu sehen, um die Antwort zu kennen, und stupste ihn stattdessen kichernd an. Eine Party, bei der es kein Bier gab, war für ihn Zeitverschwendung. Auch wenn er sich in letzter Zeit erstaunlich milde gezeigt hatte, weniger trank und sich auch einmal mit Wein zufrieden gegeben hatte. Einiges blieb doch immer noch eine Konstante, die nicht verändert wurde. Alles andere hätte sie auch sehr überrascht.

Damit hat es sich für dieses Jahr dann auch ausgetuschelt. Zu Silvester werde ich vermutlich keine Ausgabe schaffen, da ich die kommenden Tage wohl kein Internet zur Verfügung haben werde.

Wenn ihr es noch nicht längst erledigt habt, dann könnt ihr mir aber vielleicht die Freude machen und euch noch an meiner Umfrage beteiligen 😉 Das ist zwar wenig Freude zum Fest, aber bietet vielleicht noch etwas Diskussionsstoff mit den Lieben Verwandten, falls es mal etwas „unverfänglicheres“ braucht.

green-juice-769129_1280